Press Releases  ·  05 | 08 | 2020

Locarno 2020: Discutiamo, discutiamo und Once Upon a Time in America

Das Festival macht zwanzig grosse Gespräche aus dem Archiv frei zugänglich und ehrt Ennio Morricone mit einer Sondervorführung

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Das heute beginnende Locarno 2020 blickt in die Zukunft, schöpft jedoch Kraft aus der eigenen Vergangenheit. Das Locarno Film Festival lädt mit der Reihe Discutiamo, discutiamo zu einer Reise in sein Archiv und macht Gespräche mit prägenden Festivalgästen digital frei zugänglich, von Jean-Luc Godard bis John Waters, von Michel Piccoli bis Alejandro Jodorowsky. Dazu gehört auch der vor einem Monat verstorbene Maestro Ennio Morricone, Preisträger des Pardo d’onore 1989 und Festivalgast 2003. Das Locarno Film Festival zeigt zu seinen Ehren Once Upon a Time in America (Es war einmal in Amerika) als Sondervorführung, die am Freitag, 7. August um 20:30 Uhr im PalaVideo stattfinden wird.

Locarno 2020 beginnt

Heute beginnt mit «Locarno 2020 – For the Future of Films» die aktuelle Ausgabe des Locarno Film Festivals, die sich der Unterstützung der Filmindustrie verschrieben hat. Der Wettbewerb The Films After Tomorrow unterstützt Filmprojekte, die im Lockdown ins Stocken gerieten, der Wettbewerb Pardi di domani widmet sich jungen Autorenfilmerinnen und -filmern und die Initiative Closer to Life unterstützt die Kinosäle. Locarno 2020 setzt auf die Zukunft, wirft jedoch auch einen neuen Blick auf seine über 70-jährige Geschichte.

Discutiamo, discutiamo

Eine neue Reihe erzählt von grossen Begegnungen und öffnet die Türen des Festivalarchivs: Discutiamo, discutiamo heisst das vom Locarno Film Festival anlässlich von Locarno 2020 – For the Future of Films konzipierte Projekt zur Aufarbeitung und Pflege des Archivs. Kuratiert von Giacomo Hug in Zusammenarbeit mit der künstlerischen Leiterin Lili Hinstin, soll das Projekt dem Publikum die Gespräche und Begegnungen, die typischerweise jeden Sommer in Locarno stattfinden, zugänglich machen. Ab heute 5. August bietet die Website des Locarno Film Festivals Gelegenheit, zwanzig kostbare Begegnungen zwischen dem Festivalpublikum und künstlerischen Persönlichkeiten, die in den letzten 25 Jahren in Locarno zu Gast waren, in Bild und Ton wiederzuentdecken. Der Titel spielt auf das Werk eines weiteren Freundes des Festivals an, Marco Bellocchio (Pardo d’onore 2015), der 1965 mit I pugni in tasca (Mit der Faust in der Tasche) seinen ersten Auftritt in Locarno hatte und vier Jahre später den amüsanten Kurzfilm Discutiamo, discutiamo vorstellte. Hier die vollständige Liste der Gespräche, die das Projekt neu zugänglich macht:

Es war einmal in Amerika

Vierzehn Jahre bevor Ennio Morricone das Festivalpublikum im Jahr 2003 mit der leidenschaftlichen Intervention begeisterte, die nun dank Discutiamo, discutiamo wieder verfügbar ist, wurde er mit dem ersten Pardo d’onore in der Geschichte des Festivals ausgezeichnet (1989). Bereits 1984 hatte er die Kinowelt mit der Musik zu einem Werk erobert, das eines der bedeutendsten der Filmgeschichte werden sollte: Once Upon a Time in America (Es war einmal in Amerika) von Sergio Leone. Ein aussergewöhnlicher Film, eine herausragende Besetzung, ein unvergesslicher Soundtrack. Eine wahre Originalsymphonie, in der es Ennio Morricone gelang, grandiose musikalische Momente zu erschaffen, im Dialog mit Beatles-Songs, Kompositionen von Gioachino Rossini oder George Gershwin. Musik und Bilder, die das Publikum von Locarno einen Monat, nachdem der Maestro von uns gegangen ist, ein weiteres Mal erleben darf: am Freitag, dem 7August, um 20:30 Uhr im PalaVideo sowie am Dienstag, dem 11. August, um 09:30 Uhr im PalaCinema 1. Gezeigt wird eine aufwändig restaurierte Kopie von 251 Minuten Länge.

www.locarnofestival.ch