Press Releases  ·  10 | 02 | 2017

A scene of the film "Ascent" by Fiona Tan, 2016 Signs of Life section

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Das Locarno Festival beweist einmal mehr seinen Pioniergeist und blickt in die Zukunft: Die Sektion Signs of Life, welche die Grenzbereiche der siebenten Kunst ausloten will, wird dieses Jahr zum eigenständigen Wettbewerb, und die Initiative Industry First Look, die sich mit der Nachproduktion von Filmen befasst, richtet in der diesjährigen siebten Ausgabe den Fokus auf das Baltikum (Estland, Lettland und Litauen).

Die Sektion Signs of Life setzt sich mit Werken auseinander, die sich durch neuartige Erzählweisen oder innovative filmische Ausdrucksformen am Rande der Filmkunst bewegen. Ursprünglich wurde sie 2014 als ausserwettbewerbliche Sektion ins Leben gerufen doch dank des grossen Erfolgs der vergangenen Jahre wird sie nun als Wettbewerb gestaltet. Das Preisgeld von Fr. 5'000, “Signs of Life Award electronic-art.foundation” wurde dank der Unterstützung durch die electronic-art foundation von Zürich ermöglicht, deren Anliegen es ist, innovative kulturelle Projekte auf internationaler Ebene zu fördern.

Zu den Filmen der vergangenen Ausgaben zählten Titel wie A Spell to Ward Off the Darkness von Ben Russell und Ben Rivers (2013), der bereits am Torino Film Festival gewonnen hatte; La academia de las musas von José Luis Guerin (2015), der ebenfalls an anderen Festivals teilgenommen und gewonnen hatte, darunter das Lisbon & Estoril Festival oder das Seville European Film Festival; L’infinita fabbrica del Duomo von Marina Parenti und Massimo D’Anolfi (2015) sowie Ascent von Fiona Tan (2016).

Eine der zahlreichen Initiativen der Industry Days des Locarno Festivals ist das First Look, das dieses Jahr zum siebten Mal durchgeführt wird. Es ist Filmen in der Nachproduktionsphase gewidmet und bedeutet für diese ein Sprungbrett für die Zukunft. Dieses Jahr feiert das baltische Kino sein hundertjähriges Bestehen. First Look richtet sein Augenmerk daher auf den estnischen, lettischen und litauischen Film. Die Filmproduktion dieser Länder ist konstant am Wachsen und wurde in jüngster Zeit international bekannt, unter anderem durch Produktionen wie Tangerines von Zaza Urushadze (2015 für den Oscar nominiert), Es esmu seit (Mellow Mud) von Renars Vimba und I’m Not From Here der beiden Regisseurinnen Maite Alberdi und Giedrė Žickytė.

Dank der Unterstützung des Estonian Film Institute, des Latvia Film Centre und des Lithuanian Film Centre wird First Look 2017 zwischen fünf und sieben Filme in Postproduktion auswählen. Die Produzenten der auserkorenen Arbeiten werden am Locarno Festival teilnehmen und ihre Werke Fachleuten aus der Branche präsentieren können. Während der Industry Days werden die Filme einem Publikum aus Verkäufern, Verleihern, Programmierern und Vertretern von Organisationen zur Unterstützung von Nachproduktionen gezeigt.

Nadia Dresti, Stellvertretende künstlerische Leiterin und Head of International des Locarno Festivals: „Die Industry Days in Locarno sind der ideale Ort, um eine spezifische Arbeit bekannt zu machen. Für die betroffenen Länder bedeutet First Look eine einmalige Chance, um ihre eigenen Kinoproduktionen anzubieten. Der Project Manager Markus Duffner hat ein Programm nach Mass zusammengestellt, und wir sind überzeugt, dass die ausgewählten Produzenten aus Estland, Lettland und Litauen von der Erfahrung in Locarno profitieren werden. Natürlich gibt es keine Gewähr, dass jemand einen Abnehmer für seinen Film findet, erst recht nicht bei den aktuellen Marktverhältnissen, doch wir können den Teilnehmenden versichern, dass ihr Film von potentiellen Käufern, Festivalvertretern, anderen einschlägigen Fachleuten sowie von einer hochkarätigen Jury wahrgenommen wird.“

Dieses Jahr besteht die Jury aus Charles Tesson, künstlerischer Leiter der Semaine de la Critique des Filmfestivals von Cannes, Silvan Auzu, Vizedirektor der Giornate degli Autori – Venice Days, sowie von Janet Pierson, verantwortliche Leiterin des SXSW Film Festival of Austin. Der First Look Award mit Unterstützung des CineLab von Rumänien besteht aus Dienstleistungen für die Nachproduktion im Wert von 65'000 Euro, der Film Français Award übernimmt Werbekosten im Wert von 5'500 Euro, und der Boogieman Media Award leistet einen Kostenbeitrag von 5'000 Euro an die Produktion eines Key Art für die Promotion des Films. Weitere Informationen unter First Look.

Die 70. Ausgabe des Locarno Festivals wird ab Februar mit einer Reihe von Initiativen aus #Locarno70 beginnen und während des Festivals vom 2. bis zum 12. August 2017 enden.

www.pardo.ch