Press Releases  ·  03 | 03 | 2015

Das Programm von L’immagine e la parola wurde bekannt gegeben

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An einer Pressekonferenz heute in Locarno wurde das komplette Programm von L’immagine e la parola, die Frühlingsveranstaltung vom Festival del film Locarno, bekannt gegeben. Diesjährige Ehrengäste, der französische Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur Emmanuel Carrère – Mitkurator des Programms –, sowie Oscar Preisträger Pawel Pawlikowski und Regisseurin und Schauspielerin Valeria Golino.

Die dritte Ausgabe von L’immagine e la parola findet vom 19. bis am 22. März 2015 im Teatro Kursaal in Locarno, sowie auf dem Monte Verità und im Teatro San Materno in Ascona statt.

Die Veranstaltung präsentiert sich mit einem erneuerten Konzept, das die Programmierung fortan eng mit dem jeweiligen Ehrengast verbindet. Neben Carlo Chatrian, dem künstlerischen Leiter des Festival del film Locarno, zeichnet also auch Emmanuel Carrère für das reichhaltige Programm verantwortlich, das den Zuschauern einen Einblick in seine persönliche kreative Gedankenwelt gewährt und die vielfältigen Beziehungen zwischen bewegtem Bild und geschriebenem Wort beleuchtet. Zu sehen gibt es einige seiner Kino- und Fernsehproduktionen: die beiden Langfilme Retour à Kotelnich (2003) und La Moustache (2005), für die er sowohl das Drehbuch verfasste als auch Regie führte, sowie die Serie Les Revenants (2012), dessen Drehbuch er schrieb.

Das „Universum Carrère“ offenbart sich weiter mit dem Austausch und dem Dialog mit den anderen prominenten Gästen, die an der Veranstaltung teilnehmen werden: Pawel Pawlikowski und Valeria Golino.

Vom polnischen Regisseur – der zusammen mit Carrère ein öffentliches Diskussionsforum halten wird – werden die Dokumentarfilme Dostoevsky’s Travels (1991) und Serbian Epics (1992) gezeigt, sowie sein jüngster Spielfilm Ida, der bei der Oscarverleihung 2015 als „Bester fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet wurde. Die weltbekannte italienische Schauspielerin Valeria Golino wird eine inszenierte Lesung Carrères letzten Romans Le Royaume halten und ihr Regiedebüt Miele (2013) vorstellen.

Der Eröffnungsanlass von L’immagine e la parola steht im Zeichen der Musik: Die Projektion von Robert Siodmaks Stummfilm Menschen am Sonntag (1929) wird live von einem fünfköpfigen Ensemble begleitet. Im Programm stehen weiter Ein Kind zu töten... (¿Quien puede matar a un niño? , Narciso Ibáñez Serrador, 1976), Sans Soleil (Chris Marker, 1982), Die Flucht ins Ungewisse (Running on Empty, Sydney Lumet, 1988), sowie der Familienfilm Il flauto magico (Emanuele Luzzati und Giulio Gianini, 1978), der in Zusammenarbeit mit Cinemagia präsentiert wird, ein von der Elterngruppe Locarno organisiertes Filmfestival für Kinder.

Das Ausbildungsangebot ist auch dieses Jahr ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Eine Reihe von Workshops mit Emmanuel Carrère bietet Filmstudierenden und Nachwuchsregisseur/innen die Möglichkeit, die Tendenzen des Drehbuchschreibens zu erforschen. Während zwei Tagen erzählt Carrère seinen Werdegang als Autor, der zwischen Dokumentar und Fiktion pendelt. Dabei erklärt er seine wichtigsten Arbeitsvorgänge, z.B. wie man von echten Begebenheiten ausgehend einen Roman aufbauen kann, und beschreibt spezifische Projekte, wie die Entstehung des Drehbuchs der Erfolgsserie Les Revenants, dessen Regisseur Fabrice Gobert ebenfalls anwesend sein wird.

L’immagine e la parola ist auch dieses Jahr ein Bestandteil des Programms von Primavera Locarnese – zusammen mit Eventi Letterari Monte Verità und Youtopia.

Das komplette Programm

  

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