Premio Raimondo Rezzonico

Komplizen Film, Premio Raimondo Rezzonico 2019

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Ted Hope, Premio Raimondo Rezzonico 2018

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Michel Merkt, Premio Raimondo Rezzonico 2017

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Producer David Linde, Premio Raimondo Rezzonico 2016

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Office Kitano - Premio Raimondo Rezzonico from left Shôzô Ichiyama producer and Masayuki Mori Office Kitano’s president

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Nansun Shi, Premio Raimondo Rezzonico 2014

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© Photo Courtesy of Teo Keng Beng

Margaret Ménégoz, Premio Raimondo Rezzonico 2013

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© Festival del film Locarno

Arnon Milchan, Premio Raimondo Rezzonico 2012

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© Festival del film Locarno

Mike Medavoy, Premio Raimondo Rezzonico 2011

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© Festival del film Locarno

Menahem Golan, Premio Raimondo Rezzonico 2010

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© Festival del film Locarno
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Premio Raimondo Rezzonico für Komplizen Film

Es reicht ein Blick auf die Liste der in den vergangenen Jahren produzierten Filme, um zu erkennen, dass Komplizen Film weitaus mehr als nur ein einfaches «Produktionshaus» ist. Offensichtlich lässt der Firmenname «Komplizen» sofort an dunkle Verschwörungstheorien denken. Wie ein von Kinoliebhabern geschmiedetes Komplott im Stil von Rivette, um gemeinsam Projekte zu entwickeln, die über das Kino nachdenken, es umschreiben und – vor allem – unter Freunden nachstellen. Komplizen arbeitete im Hintergrund. Nur den besonders aufmerksamen Zuschauern entging es nicht, dass es hinter den Arbeiten sehr unterschiedlicher Regisseure wie Radu Jude, Sonja Heiss, Miguel Gomes, Maren Ade, Nadav Lapid, Valeska Grisebach und anderer ein verbindendes Element gab: das 1999 von Janine Jackowski und Maren Ade noch während ihres Studiums an der HFF in München gegründete Unternehmen (2010 schloss sich ihnen Jonas Dornbach an). Das Konzept ist einfach, aber genial: Eine echte politische, strategische und wirtschaftlich erfolgreiche Intuition. Die Produktion von gewagten «lokalen» Kinofilmen für ein «internationales» Publikum. Autoren mit einem unverwechselbaren Stil. Mit denen eine dauerhafte und fruchtbare Beziehung entsteht, die ihnen innerhalb eines geschützten, komplizenhaften Mikrokosmos Raum für ihre eigene Poetik gibt. Und die Investition in diese Autoren. Man denke nur an einen Film wie aKasha (2018) von Hajooj Kuka. Listet man die von Komplizen produzierten Filme auf, wird deutlich, in welchem Umfang sie das bedeutendste Kino der letzten zehn Jahre unterstützt haben. Western (2017), Eine fantastische Frau (2017), Toni Erdmann (2016), 1001 Nacht/Arabian Nights (2015), Scarred Hearts – Vernarbte Herzen (2016) und viele mehr. Die mit der Netflix-Serie Skylines (2019-) angenommene Herausforderung scheint das natürliche Ziel einer Gesellschaft zu sein, die sich das Anzweifeln dominanter Systeme zu ihrem eigenen sozialen und unternehmerischen Selbstverständnis gemacht hat.

Giona A. Nazzaro

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