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Hommage an Sergio Castellitto

Hommage an Sergio Castellitto

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Der italienische Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Sergio Castellitto wird im Rahmen des 66. Festival del film Locarno, das vom 7. bis 17. August 2013 stattfindet, mit einem Pardo alla carriera geehrt.

Die Hommage an Sergio Castellitto sieht ein für das Festivalpublikum öffentliches Gespräch mit dem Filmemacher sowie die Vorführung von fünf seiner Filme vor, die Einblick in sein Werk geben: Va savoir – Keiner weiss mehr von Jacques Rivette (2001), L'ora di religione von Marco Bellocchio (2002), Alza la testa von Alessandro Angelini (2009), sowie La bellezza del somaro (2010) und Venuto al mondo (2012, Schweizer Premiere) bei denen Sergio Castellitto selbst Regie führte.

Der künstlerische Leiter des Festival del film Locarno, Carlo Chatrian, erläutert: «Die Anerkennung von Sergio Castellittos Œuvre als Schauspieler und Regisseur würdigt nicht nur einen Werdegang, der zwei verschiedene Epochen des italienischen Kinos miteinander verbindet – nämlich jene der Klassiker (Monicelli, Ferreri, Mastroianni …) mit jener der jüngeren Regisseure (Amelio, Bellocchio, Virzì) –, um schliesslich seinen eigenen schöpferischen Weg zu gehen. Sowohl in der Zusammenarbeit mit italienischen und internationalen Regisseuren, aber auch was seine eigenen Werke angeht, steht Sergio Castellitto für jenes hochstehende Filmschaffen Italiens, das über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wurde – genau jene Art Film, die ich mit Vorliebe in Locarno präsentiere, nämlich vielleicht auch weniger bekanntes, aber umso originelleres Kino».

Das 66. Festival del film Locarno findet vom 7. bis 17. August 2013 statt.

Biografie von Sergio Castellitto

Sergio Castellitto wurde 1953 in Rom geboren. Nachdem er die Accademia Nazionale d'Arte Drammatica absolviert hatte, begann er seine Karriere im Theater. Sein Debüt im Film gab er Anfang der 1980er. Der vielseitige Castellitto arbeitete in den Folgejahren mit den bedeutendsten Vertretern des italienischen Kinos zusammen: darunter Mario Monicelli (Rossini! Rossini!, 1991), Marco Ferreri (La carne, 1991), Francesca Archibugi (Il grande cocomero, 1993 – für den er den David di Donatello als bester Hauptdarsteller erhielt – sowie Con gli occhi chiusi, 1994), Giuseppe Tornatore (Der Mann, der die Sterne macht, 1995, Nastro d'argento als bester Hauptdarsteller), Ettore Scola (Concorrenza sleale, 2001), Gabriele Muccino (L'ultimo bacio, 2001), Marco Bellocchio (L'ora di religione, 2004, und Il regista di matrimoni, 2006), Paolo Virzì (Caterina va in città, 2003) und Gianni Amelio (Der fehlende Stern, 2006, Premio Pasinetti an den Filmfestspielen in Venedig).

Doch auch ausserhalb Italiens machte sich Sergio Castellitto einen Namen: Im Omnibusfilm Paris, je t'aime (in der Episode von Isabel Coixet, 2006), im Blockbuster Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia von Andrew Adamson (2008) sowie mit den französischen Meisterregisseuren Luc Besson (Im Rausch der Tiefe, 1988) und Jacques Rivette (Va savoir – Keiner weiss mehr, 2001, und 36 Ansichten des Pic Saint Loup, 2009). Unter der Regie der deutschen Filmemacherin Sandra Nettelbeck war er im Film Bella Martha (2001), den das Festival von Locarno auf der Piazza Grande präsentierte, in der Rolle des Kochs zu sehen.

Sein Debüt als Regisseur machte er 1999 mit Libero Burro – um dann mit Non ti muovere (2004) den Erfolg auch hinter der Kamera zu finden. Der Film, in dem er an der Seite von Penélope Cruz spielt, basiert auf der gleichnamigen Erzählung seiner Frau Margaret Mazzantini und war sowohl bei der Kritik als auch beim Publikum ein grosser Erfolg. Es folgten zwei weitere Filme, bei denen er sowohl für Drehbuch und Regie zeichnete als auch die Hauptrolle innehatte: La bellezza del somaro (2010) und Venuto al mondo (2012).

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