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Ordentliche Generalversammlung des Festival del film Locarno

Ordentliche Generalversammlung des Festival del film Locarno

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Die ordentliche Generalversammlung des Festival del film Locarno fand am Mittwoch 9. April 2014 unter dem Vorsitz von Festivalpräsident Marco Solari und in Anwesenheit des Vorstandes und des Verwaltungsrates im Saal des Gemeinderats von Locarno statt. Die Gelegenheit wurde auch genutzt, um die zweite Ausgabe von L’immagine e la parola vorzustellen, die am kommenden Samstag, 12. April eröffnet wird.

Professor Sandro Rusconi, Vorsteher der Abteilung Kultur und Hochschulbildung des kantonalen Departements für Bildung, Kultur und Sport, ergriff als Erster das Wort: “Seit 2001, dem Jahr der grossen Restrukturierung des Festivals, haben sowohl die Tessiner Regierung und als auch das Parlament bewiesen, dass sie die Entwicklung und Konsolidierung der renommierten Locarneser Kulturveranstaltung aus Überzeugung und mit konkreten Taten zu unterstützen wünschen. Dabei wurde die Leistung, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen scheinbaren Gegensätzen herzustellen, besonders geschätzt: Glamour gegenüber künstlerischem Gehalt; laufende Aktivität gegenüber der unumgänglichen Vergänglichkeit der Infrastrukturen; die Autonomie des künstlerischen Leiter gegenüber den Forderungen des Publikums der Piazza Grande. Die Behörden sind angehalten, geeignete Rahmenbedingungen zu garantieren und zu schaffen, damit diese sensiblen Gleichgewichte langfristig gewahrt werden können.“

Carla Speziali, Bürgermeisterin der Stadt Locarno und Vize-Präsidentin des Festivals, hatte an der morgendlichen Sitzung des Verwaltungsrates erklärt: “Das internationale Filmfestival gewinnt Jahr für Jahr an Kraft. All diejenigen, die befürchteten, dass der gleichzeitige Wechsel von künstlerischem und administrativem Leiter unsere Veranstaltung in Schwierigkeiten bringen könnte, wurden eines Besseren belehrt. Diese Stärke erlaubt es uns, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken. Trotzdem müssen wir auf der Hut bleiben. Denn damit das Festival einwandfrei funktionieren kann, braucht es nicht nur einen ausgezeichneten Präsidenten und zwei ausgezeichnete Direktoren. Wir benötigen auch solide Finanzen und eine Logistik, die unseren Ambitionen, ein Programm auf höchstem Niveau zu präsentieren, gerecht wird und uns befähigt, die Anforderungen der Filmindustrie und nicht zuletzt unseres treuen Publikums zu erfüllen. “

Die organisatorische Stärke und die logistische Fragilität wurden auch von Festivalpräsident Marco Solari betont: “Unser Festival ist stark, sehr stark sogar. Dies gilt gleichermassen für den künstlerischen und für den organisatorischen Bereich. Unsere Finanzen sind im Gleichgewicht. Aber die Festivalstrukturen bleiben fragil, zu fragil. “

Mario Timbal, COO des Festivals, präsentierte die Jahresrechnung 2013. Die Bilanz ist ausgeglichen, die Totalkosten belaufen sich auf rund 12.5 Millionen Schweizer Franken. Das provisorische Budget 2014 sieht knapp 12.4 Millionen Schweizer Franken vor.

Der künstlerische Leiter Carlo Chatrian stellte anschliessend das Programm der nächsten Ausgabe von L’immagine e la parola vor, die vom 12. bis 15. April stattfindet. Nach dem Erfolg der ersten Durchführung hat die Veranstaltung ihre Palette erweitert: Sie dauert neu nicht drei, sondern vier Tage und dehnt sich mit Filmvorführungen und Events in Locarno, Ascona, Bellinzona und Lugano räumlich auf den gesamten Kanton Tessin aus. Wie bereits im Vorjahr richtet sie ihre Scheinwerfer auf Meister des Kinos und lädt zu einer Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart und Vergangenheit.

Carlo Chatrian zu seinem Programm: “Ich bin dem Programm der zweiten Ausgabe von L’immagine e la parola ausserordentlich zufrieden. Mit Edgar Reitz kehrt ein grosser Künstler nach Locarno und auf den Monte Verità zurück. Er wird uns seine stimulierende Vision der Geschichte seines Landes und von der Zukunft des Kinos vorstellen. In diesem ununterbrochenen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart freue ich mich zudem sehr, Mario Martone und Ippolita di Majo, Alessandro Rossetto und Caterina Serra sowie Maurizio Braucci und das IOIC Improvisers Orchestra zu empfangen. Dieses wird das Fest am Samstag, 12. April eröffnen und die Vorführung des filmhistorischen Meisterwerks L’Inhumaine von Marcel L’Herbier begleiten.

L’immagine e la parola ist eine von drei Veranstaltungen der Primavera Locarnese, zu der auch die Eventi letterari Monte Verità und Youtopia gehören.

Weiterführende Informationen:
Primavera Locarnese : www.primaveralocarnese.ch
L’immagine e la parola : www.pardo.ch/Immagine-e-la-parola
Eventi letterari Monte Verità : www.eventiletterari.ch
Youtopia : www.youtopia-festival.ch

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