L'immagine e la parola ehrt Bernardo Bertolucci

An seiner siebten Ausgabe ehrt L’immagine e la parola den jüngst verstorbenen Grossmeister des italienischen Films Bernardo Bertolucci in Gegenwart seines Filmeditors Jacopo Quadri. Weiterer Ehrengast ist der ungarische Regisseur Béla Tarr. L’immagine e la parola wird vom 29. bis 31. März durchgeführt.

Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci war ein gern gesehener Gast am Locarno Film Festival und erhielt 1997 den Pardo d’onore (mit der Vorführung von Der letzte Tango in Paris auf der Piazza). 1884 gab ihm das Festival eine Carte Blanche, um seine Lieblingsfilme persönlich in Locarno vorzustellen. Nur wenige Monate nach seinem Tod möchte das Locarno Film Festival Bertolucci ehren, auch für seine unerschöpfliche Hingabe an die jungen Generationen, die in seinen letzten Filmen im Vordergrund standen. Der mehrfach preisgekrönte Editor und Regisseur Jacopo Quadri, der ihn bei L’assedio (Shandurai und der Klavierspieler, 1998) begleitet hat, wird in Locarno Io e te (Ich und Du,2012) vorstellen, den letzten Film des Autors nach einer Vorlage des Bestsellers von Niccolò Ammaniti: eine leidenschaftliche und intime Hymne an die Lebensfreude, die der bereits stark von der Krankheit gezeichnete Bertolucci mit zwei jugendlichen Darstellern drehte.

Jacopo Quadri (Mailand, 1964) ist Abgänger des Centro sperimentale di cinematografia von Rom. Er stand bei allen Filmen von Mario Martone am Schnittpult, von Morte di un matematico napoletano (1992) bis zu Capri Revolution (2018), und von allen Dokumentarfilmen von Gianfranco Rosi, mit dem er auch den goldenen Löwen für Sacro GRA (Das andere Rom, 2013) und den goldenen Bären für Fuocoammare (Seefeuer, 2016) erhielt. Neben Bernardo Bertolucci arbeitete er auch mit Regisseuren zusammen wie Paolo Virzì, Zhang Yuan, Apichatpong Weerasethakul, Francesca Archibugi, Marco Bechis und Mohammed Soudani. 2014 wurde sein Dokumentarfilm über Luca Ronconi La scuola d’estate, bei dem er Regie führte, am Torino Film Festival gezeigt, 2015 Il paese dove gli alberi volano an der Mostra Internazionale d’arte cinematografica von Venedig, und 2017 stand Lorello e Brunello im Wettbewerb am Torino Film Festival, wo er mehrfach ausgezeichnet wurde, bevor er nach Berlin, Rotterdam und Nyon weiterreiste.

Heute beginnt auch die Anmeldefrist für die beiden Masterclasses von Béla Tarr und Jacopo Quadri für Studierende der Filmbranche. Alle Angaben dazu finden Sie unter folgendem link (http://www.locarnofestival.ch/iepmasterclass).

L’immagine e la parola wird in Zusammenarbeit mit der CISA organisiert mit Unterstützung durch die Ticino Film Commission, das Tessiner Departement für Erziehung, Kultur und Sport DECS, durch die Regionalen Büros für Wirtschaftsförderung des Locarnese und des Maggiatals ERS LVM sowie durch SwissLife und Hertz. Aufgrund von Terminproblemen des ungarischen Regisseurs Béla Tarr musste das Event um zwei Wochen verschoben werden und findet nicht wie ursprünglich geplant vom 15. bis 17. März, sondern neu vom 29. bis 31. März statt. Entsprechend wird der Workshop mit Béla Tarr vom 31. März bis zum 8. April durchgeführt. Das vollständige Programm der siebten Ausgabe von L’immagine e la parola, das von der künstlerischen Leiterin Lili Hinstin und der Kuratorin Daniela Persico zusammengestellt wurde, wird im Februar bekannt gegeben.

www.locarnofestival.ch/immagineparola

 

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